7 Künstler*innen – Fragen – 7 Antworten

Ist Köln eine Kunststadt? Haben Sie eine Botschaft? Ist Kunst Beruf oder Berufung? Wie sind Sie Künstler*in geworden – und was ist überhaupt Kunst? Sieben Kunstschaffende antworten auf diese und andere Fragen.

Ist Köln eine Kunststadt und warum (nicht?)

Elisabeth Brockmann: Ja klar, zu Düsseldorf ist da überhaupt kein Unterschied. Ich hatte auch vorher ein schönes Atelier, wo ich sehr glücklich war und wenn ich in Köln was Tolles gefunden hätte, wäre ich nach Köln gezogen. Das ist mir Wurst.

sweetsnini: Ich finde schon. Man kann hier viel entdecken, viel sehen, es gibt die Museumsnacht, es gibt einmal im Monat die Möglichkeit in alle Museen kostenfrei mal reinzugehen. Insofern bin ich schon der Meinung, dass Köln auch eine Kunststadt ist. 

Rolf Jahn: Ja, allein weil hier tausende von Künstlern ihre Heimat haben. 

Tuk: Kunststadt würde ich nicht sagen. Es gibt zwar einige Kunstmessen, Galerien und eine freie Kunstszene, aber als Kunststadt per se würde ich Köln nicht bezeichnen. Mein Eindruck ist eher, dass für eine Stadt dieser Größe noch recht wenig los ist – vielleicht bekomme ich da aber auch zu wenig mit. Was Street Art angeht, ist jedoch auf jeden Fall noch Potenzial nach oben.

Maike Eilers: Schwierige Frage. Kunst, also auf Malerei bezogen, finde ich eher weniger. Hier wird auch sehr wenig gefördert. In Holland zum Beispiel investieren viele große Unternehmen in Kunst und auch die Gemeinden, Krankenhäuser, Banken, etc.

Heidi Reichert: Es gibt viele Künstler in Köln, es gibt eine sehr lebendige Kunstszene in Köln in allen Altersgruppen. Was leider nicht so gut ist und auch noch nie so gut war: Köln rühmt sich als Kunststadt, ist stolz auf seine Künstler, aber die Stadt Köln tut überhaupt nichts für seine Künstler. 

Ivan K. Maras: I don’t think of cities being art cities or something particular. For me a city is always a collection of people in a small place and it’s a fact that people are always interested in art, culture, music, photography, paintings, whatever it is. But I really don’t care about that at all. I’m too much with my mind and too much out of the cities anyway. I’m very disconnected to the cities. Much more in nature every day in my thoughts.

Haben Ihre Arbeiten eine Botschaft?

sweetsnini: Je nachdem was auf der Kachel steht. Und es gibt Kacheln, die haben eine klare Aussage.

Rolf Jahn: Ich möchte gerne, dass mir ein Kunstwerk eine Geschichte erzählt, die ich noch nicht erlebt habe. Und das möchte ich auch gerne mit meinen Bildern erreichen.

Tuk: Die einzelnen Motive, die ich mache, sind immer mit einer speziellen Geschichte verbunden. Natürlich gibt es manchmal Themen, zu denen ich gerne arbeiten würde, die auch so im Hinterkopf mitschwingen, aber mir gelingt es nicht immer diese in meine Motive miteinzubinden. Oftmals habe ich das Gefühl, wenn man politisch arbeiten will oder politische Aussagen reinlegen will, dann wirkt das manchmal als Street Art so platt. Das finde ich dann immer schade und deshalb lasse ich es meistens weg. Wenn es mir jedoch gelingt das zu kombinieren, gerade mit den Fotos, die ich ja als Grundlage benutze, dann freut es mich, wenn es klappt, aber dennoch mache ich es nicht so oft. Die meisten Motive stehen eher für sich, weil sie eben schon für mich selbst mit persönlichen Geschichten verknüpft sind, die ich an diese Reiseerinnerungen habe.

Maike Eilers: Ja schon. Botschaften in dem Sinne, dass man sich seine Umgebung mal genauer anschauen sollte. Man bekommt irgendwie einen anderen Blickwinkel. Und ja, dass man überall irgendwie schöne Momente einfangen kann. 

Heidi Reichert: (..),ein Beispiel ist mein neues Projekt: Ich möchte Kunst aus Plastikmüll und Einwegflaschen machen und damit auf die Klimakatastrophe aufmerksam machen. 

Ivan K. Maras: I hope so. I’m definitely working on it and I’m convinced that it has. Judging by the reactions of the people, the comments I get, the messages I get. I think it has, yes. Love everyone and everything more than yourself.

Ist das Künstlersein für Sie Beruf? Oder Berufung?

Elisabeth Brockmann: Ja das ist so eine Sache. Wenn man Berufung sagen würde, müsste es ja einen geben, der einen berufen hat. Den kenne ich nicht. Ich würde am ehesten das Wort Drang sagen. Ich glaube, wenn ich diesen Drang zur Kunst nicht mehr habe, höre ich auf zu leben. Im Grunde
genommen kann ich dann sterben. Dann macht es für mich überhaupt keinen Sinn mehr. Kunst ist nicht immer Zuckerschlecken und das ist nicht immer Lust – schon auch – aber es ist das Gefühl, es zu packen. Man macht Kunst, um das Leben zu packen.

sweetsnini: Künstlerin sein ist auf jeden Fall kein Beruf. Nein, weil ich ja auch genug Geld brauche und mich niemals diesem Druck aussetzen wollen würde das zu meiner Haupteinnahmequelle machen zu müssen. Aber Berufung auf jeden Fall. 

Tuk: Die Kunst möchte ich mir als Ausgleich beibehalten. Als Job könnte ich niemals davon leben und auch sonst, das muss gar nicht sein. Wenn ich das ständig machen würde, dann würde mir auch ein bisschen die Lust daran vergehen.

Maike Eilers: Berufung. Ich glaub sonst würde man das alles gar nicht auf sich nehmen. Klar, es macht super viel Spaß, aber in der Hinsicht auf Finanzielles oder arbeitstechnisch … Ich könnte am Wochenende ja auch einfach nur chillen. Deswegen würde ich es schon eher Berufung nennen statt Beruf.

Heidi Reichert: Kunst ist definitiv meine Berufung. Kunst machst du dann, wenn du nicht anders kannst. Kunst ist sehr hart. Es ist sehr schwer davon zu leben. Wenn du dir nicht sicher bist, mache lieber etwas anderes und übe einen Beruf aus. Aber wenn du dich zur Kunst berufen fühlst, dann mach es! Ich war mir sicher, es ist das was ich tun muss! 

Ivan K. Maras: I think a job is just something you earn your money with and your calling is something that you want to contribute your life to not depending on the money. I’m not focused on making money, I’m focused on making something important. Making something of a value that has not so much to do with money but that has to do with making the world a better place. And I don’t think that money is something that makes the world a better place. Realistically of course it is. You need money to build streets, you need money to build schools, but idealistically we could do that also without money.

Gab es in Ihrer Laufbahn folgenreiche Schlüsselerlebnisse? Oder: Wie motivieren Sie sich? Was motiviert Sie?

Elisabeth Brockmann: Das ist glaube ich wirklich etwas, was ich von Richter gelernt habe. Der hatte echt so eine
Beamtenmentalität. Der ist morgens um 9 Uhr ins Atelier gegangen und abends um 18 Uhr wieder nachhause. Der war dann auch oft verzweifelt und es ging nichts. Aber der stand dann vor seiner Staffelei und blieb hartnäckig und irgendwann kam dann was. Und das, diese Art von Disziplin, die brauchen Sie wirklich. Sie müssen einfach, nach meiner Erfahrung, regelmäßig und diszipliniert an den Arbeitsplatz gehen und arbeiten und es aushalten, wenn es nicht läuft. Das ist wie bei einem Beamten.

Tuk: Ein Stück weit ist es das kreative Ausleben, aber persönlich sind es für mich die einzelnen Motive selbst, da diese immer mit einer speziellen Geschichte verbunden sind.

Maike Eilers: Was auf jeden Fall motiviert, ist eine Ausstellung oder mal in ein Museum zu gehe. Da bekommst du richtig Lust und natürlich ist auch Inspiration da. Ich motiviere mich ja auch irgendwie selbst, weil es mir einfach Spaß macht. 

Heidi Reichert: Meine beiden Töchter motivieren mich sehr und geben mir Inspiration. Für meine erste Tochter Alba habe ich mein erstes Mobile gebaut. Das war der Beginn für diese Art von Kunst- danach folgten viele weitere. 

Ivan K. Maras: I think there was not one key moment where I decided “okay, I’m becoming a photographer, or filmmaker, artist, whatever”. But I think my girlfriend was a very important factor because as soon as I met her, I felt inspired and I saw her photographs, because she’s doing photography herself from time to time. I saw her pictures and something touched me very profoundly because I didn’t know her that long, right? You meet, you fall in love, and you think you know the person but then I saw her photographs and it completely matched what I thought about her. I thought she was a very special, sensible, good person and somehow exactly that I could see in her photographs. And that changed something. And then when I was the first time in Iceland in 2018. When I was there for the first time, I think there, then, it was settled. Just like, absolutely checked: “Yes, that’s it.” (laughs)

Wie wurden Sie Künstler*in?

sweetsnini: Angefangen hat es bei mir mit der Leidenschaft die Dinge zu entdecken. Diese kleinen Figuren habe ich schon lange gemalt. Und dann bin ich irgendwann mal im Baumarkt gewesen und da gab es diese kleinen Schlüsselanhänger und ich hab mir dann so ein Päckchen gekauft. Ja, und dann hab ich eigentlich angefangen, dass in größerem Maße einfach immer wieder zu bemalen, diese Anhänger. Die in größeren Mengen zu kaufen, die mitzunehmen, die in Cafés liegen zu lassen, an Orten die zu verschenken, an Freunde. 

Rolf Jahn: Ich habe eigentlich immer gerne gezeichnet. Und in der Schule, diese dicke Mappe, die ich hatte, war hauptsächlich voll mit meinen merkwürdigen Zeichnungen und so ging das dann los.

Tuk: Ich habe es einfach ausprobiert und dann die richtigen Leute getroffen, sag ich mal. 

Maike Eilers: Ich habe schon immer gerne gemalt, schon als Kind. Ich wollte eigentlich mal einen kreativen Beruf erlernen. Ganz früher wollte ich immer Maler und Lackierer werden, weil ich dachte, das wäre ein bisschen kreativ. Dann habe ich ein Praktikum gemacht, war aber natürlich ein Reinfall. Später wollte ich mich eigentlich mit einer Mitschülerin für Kunst auf Lehramt in Dortmund bewerben, aber wir haben die Anmeldefrist verpasst. Bei uns in der Lokalzeitung habe ich dann gelesen, dass Tag der offenen Tür in Enschede ist. Als ich den ersten Schritt in diese Akademie gemacht hab, wusste ich, da will ich unbedingt studieren.

Heidi Reichert: Schon in meinem Elternhaus bin ich mit Kunst in Berührung gekommen. Meine Eltern waren sehr kunstbegeisterte, bildungsorientierte Menschen und wir gingen gemeinsam in Ausstellungen und Museen. Schon damals wusste ich: ich möchte Künstlerin werden. Ich fing an zu zeichnen und mich kreativ zu betätigen. Nach dem Abitur habe ich in Köln an der damaligen Werkkunstschule, damals dann Fachhochschule und heute Technische Hochschule Köln studiert. Es gab dort die Abteilung für freie Kunst. Nebenbei habe ich mich viel mit Kunst beschäftigt. Seit meinem Abschluss 1978 arbeite ich als freischaffende Künstlerin. 

Ivan K. Maras: I remember sending once a text to a good friend of mine. I think the text was just some lyrics for a song of my band back then. So, I was a singer in a band and I of course then had to write the lyrics for the songs. And I think I sent him the text because we were always talking about music and sending ideas, and sending new discoveries, new bands and we also was very interested in lyrics and then I think once I sent him mine and he said “man, what are you doing in Cologne? You should be here in Berlin; you are an artist.” It was the first time that somebody told me I was an artist. I never thought about me as an artist and probably I never would have if he wouldn’t have said that, in that moment. And many years later when I started photography, I’m completely confident to call myself an artist because I remember him telling me that. That he thinks I am one and I know for a fact that he is a guy that I can trust upon that because he’s a very special guy and very wise somehow. It was very important to me to hear it from him because if he says that for me it means it’s true. (laughs)

Beschreiben Sie bitte kurz Ihre Technik(en)

sweetsnini: Das war auch ne lange Phase der Findung, weil ich hatte ja das Problem, die sind halt total verwittert. Und es hat ziemlich lange gedauert, bis ich dann dazu übergegangen bin, das Ganze auf glatten Fliesen also die so lackiert sind, mit Porzellanstiften zu malen und zu brennen im Backofen. Und das macht das ganze nahezu immer haltbar.  

Tuk: Paste-ups werden mit Schablonen (= Stencils) angefertigt. Diese basieren auf meinen Reisefotos, die ich digital bearbeite und in verschiedene Schichten aufteile. Diese einzelnen Schichten drucke und cutte ich aus, sodass einzelne Schablonen entstehen, mit denen ich auf einem einzelnen Papier Schicht für Schicht das Gesamtbild aufsprühe. 

Maike Eilers: Ich male immer auf Leinwand und großformatig und in ganz vielen verschiedenen Lagen. Die erste Lage ist eigentlich immer eine ganz wässrige Schicht mit Acrylfarbe. Ich lege dann die Leinwand auf den Boden und haue da ein paar Liter Wasser mit Acrylfarbe drauf. Manchmal mache ich dann noch durch Folie, Papier oder auch Tücher eine Art Drucktechnik, aber ich überlasse auch vieles dem Zufall. Dann fange ich an, es mir ganz grob aufzumalen, mit Kohle oder mit Kreide oder ganz dünn mit Acryl. Anschließend mach ich mir einen Plan, welche Farben ich verwenden will und dann male ich drauf los.

Heidi Reichert: Ich arbeite noch sehr altmodisch mit Raster. Um eine Skulptur aus Holz zu schaffen, beginne ich mit einer kleiner Zeichnung und werde von dieser Zeichnung aus immer größer – aus dem Strichmännchen wird etwas mit mehr Substanz. Dadurch verändert sich die ganze Figur nochmal. Wenn ich der Meinung bin, die Figur ist gut und ich möchte eine größere Skulptur schaffen, dann wird die Zeichnung gerastert und kann beliebig groß werden und auf verschiedene Materialien – wie Holz oder Nylon übertragen werden. 

Ivan K. Maras: So, my techniques in photography are very flexible but mostly I find myself not using a tripod. I like to photograph just with my hands, handheld. That gives me a freer feel when being there in that place. Because when you set up a tripod, you are very fixed, right? And you have to wait for the light, that it’s perfect and… you have to do that anyway. (laughs) But this feeling of being fixed and of choosing that frame exactly like that from that point is something… it feels restrictive to me. It gives me the feeling that I can react faster without a tripod. So that’s actually how I work when photographing, when shooting. Often previsualizing “okay, that’s how I want the picture to feel” and then I do the shot. And often it’s completely spontaneous, sometimes even accidentally, because something in front of you happens by pure luck and it’s so cool that you just have to photograph it. And then later I bring it into the computer, and I edit. And I love that process, I love editing because there you can bring almost like another life into the picture, another feeling, or you can enhance your feeling. And for me the photograph is created there once again so you never photograph just once. You always photograph twice. With the camera and then later in editing. That’s how I approach my work.

Was kann Kunst (bewirken)?

Elisabeth Brockmann: Nichts, glaube ich. Und trotzdem ist sie absolut notwendig. Sie gehört einfach zur Grundausstattung des Menschen. Das Leben ohne Kunst ist so, wie wenn man sagt, man könnte sich einen Menschen auch ohne Kopf denken. Ja gut, dann hat es noch Arme und Beine, aber es ist eigentlich nichts.

Rolf Jahn: Eine Aufgabe von Kunst ist es, dass man die Leute berührt und dann können sie selbst gucken, was sie damit machen. Also, wie gehe ich mit der Berührung um? Was passiert dann mit mir oder zu was führt das dann?

Tuk: Vieles – also im Falle der Street Art ist es in erster Linie vielleicht einfach nur eine Mitgestaltung des öffentlichen Raums. Dann je nachdem kann es auch politische Einflüsse haben und auf viele verschiedene inhaltliche Ebenen anspielen.

Maike Eilers: Aus dem Alltag abschalten – wenn ich ein Bild betrachte, aber auch wenn ich es male. Es kann im Grunde sämtliche Emotionen hervorrufen, je nachdem welche Kunst das ist. Beim Konzert schreie ich herum, wenn ich ein schönes Bild sehe, bin ich still. Emotionen wecken ist das Wichtigste. Kunst muss mich irgendwie ansprechen. Egal ob Musik oder ein Bild und ob der Künstler studiert hat oder nicht. Es muss mich ansprechen.

Heidi Reichert: Kunst ermöglicht dem Betrachter , die Welt aus der Perspektive des Künstlers zu sehen und zu erleben, kann also im Idealfall die Perspektive des Betrachters verändern , ergänzen oder erweitern, also den Horizont vergrößern. 

Ivan K. Maras: I think if art is done good, if the work is good, if it has a meaning, it actually can change lives. So that’s where our responsibility as photographers is. We can actually change lives by creating meaningful work. What does that mean? How can a photograph change a life? Well, it changed mine. I remember seeing Ragnar Axelsson’s work, that’s an Icelandic photographer, photographing the northern hemisphere for 30 years, I think. When I saw those pictures, it was of people in the north. Being out there in those extreme conditions, cold weather, strong winds, snow and ice. And I saw something that I didn’t know existed. Or, I knew it existed, but I never saw it in that way and I never saw it that artistically. And I’m pretty sure that what I’m doing right now is affected a lot by that artist. So, that’s where good work can impact you so strongly that it maybe helps to guide you into a different direction. Where suddenly, your life turns into a direction that you would not have faced if you wouldn’t have seen this work.

Was ist Kunst?

Rolf Jahn: Kunst ist ein kreatives Medium. Ich mache das, weil ich von der heilenden Kraft des kreativen Prozesses überzeugt bin. 

Tuk: Spontan würde ich sagen: Kunst ist eine Art der Ausdrucksform, die für jeden etwas anderes bedeutet und von der es viele verschiedene Definitionen gibt. Vielleicht ist auch gerade das das Schöne daran: Jeder kann für sich so seine eigene Bedeutung finden.

Maike Eilers: Mich selbst zu verwirklichen. Mich in den Bildern zu verwirklichen und in eine andere Welt einzutauchen. Beim Malen, aber auch, dass die Bilder das ausstrahlen – dass die Zuschauer da eintauchen können.Allgemein finde ich, Kunst ist, wenn ein Künstler sich mit seinen Bildern aber auch mit sich selbst auseinandersetzt.

Heidi Reichert: Kunst ist der sinnlich ( mit den Sinnen ) wahrnehmbare Ausdruck der Auseinandersetzung des Künstlers mit der Welt. 

Ivan K. Maras: So, the first question I ask my students always is “what is art?”, so that’s a good one. I’m struggling with this question because in the end you can see it as a very complicated and broad question like something that’s impossible to answer. But in the same time, it can be also very easy if you see it from the perspective “well, whatever you create, out of nothing, is art”, right? Because you created it for a purpose, you created it because you had to. Otherwise you wouldn’t do it. Whatever happens there, there is a communication. It brings people together. Galleries, art exhibitions, going to the movies, listening to music, going to concerts, reading the written word, reading books, reading articles, speaking about it. So, all this happening around there, this communication about art I think is what art is. Because without it, art couldn’t exist. I could paint a beautiful picture or photograph, hang it at home in my wall, but if nobody ever speaks about it, it’s useless. It’s just there for me. I think that’s not what art should be. Art should inspire us as beings, and it can do so better and broader if it’s spoken about and when do we speak about art? If normally if there’s a story behind it or if there is meaning inside of it, the chance is just bigger that people will speak about. So that’s I think where art is really created. Not in the moment that the artist creates it but in the moment that people speak about it.


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